Als Radfahrer nie wieder Iburger Straße – BOB empfiehlt alternative Route

Osnabrück, den 22. März 2026

Angesichts der anhaltenden Diskussion um die hohe Verkehrsbelastung auf der Iburger Straße empfiehlt die Wählervereinigung BOB (Bund Osnabrücker Bürger) Radfahrern, auf eine alternative Parallelroute auszuweichen.

Als sichere und zugleich effiziente Verbindung schlägt BOB folgende Strecke vor:

Rosemannstraße → Deisterweg → Ithweg → Querung der Teutoburger Straße → Miquelstraße (Miquelkirche) → Am Riedenbach → Am Kinderhospital → Alte Bauernschaft → Im Nahner Feld

Reimer Thiessen, BOB-Mitglied und ehemaliger Verkehrsplaner, äußerte sich positiv: „Die Route ist zwar etwas länger, ermöglicht jedoch durch den weitgehenden Verzicht auf Ampeln eine spürbare Zeitersparnis sowie ein deutlich entspannteres Fahren.“ Auch Dr. Steffen Grüner (BOB) würdigte die bestehende Infrastruktur dieser parallel zur Iburgerstrasse verlaufenden Route: „Der Radverkehr wird hier nicht nur sicherer geführt, sondern auch deutlich attraktiver. Die Strecke verläuft entlang besonders ansprechender Bereiche des Viertels – etwa an der Miquelkirche oder am Riedenbach – und bietet damit auch eine hohe Aufenthaltsqualität.“

Die Wählervereinigung betont, dass für den Alltagsradverkehr neben der reinen Streckenlänge insbesondere Verkehrsfluss, Sicherheit und Aufenthaltsqualität entscheidende Faktoren sind. Die vorgeschlagene Verbindung erfülle diese Anforderungen und stelle somit eine praktikable Alternative zur stark belasteten Iburger Straße dar. Darüber hinaus weist BOB darauf hin, dass insbesondere auf einer hochbelasteten Hauptverkehrsstraße wie der Iburger Straße eine künstliche Verengung kaum mit dem Grundsatz der Leichtigkeit des Verkehrs gemäß § 45 StVO vereinbar wäre. Eine gezielte Reduzierung der Leistungsfähigkeit zentraler Verkehrsachsen zur Durchsetzung verkehrspolitischer Ziele sei rechtlich fragwürdig und verkehrsplanerisch nicht zielführend. „Das ist keine kluge Verkehrsplanung – das ist künstlich erzeugter Stau. Wer eine Hauptverkehrsstraße bewusst verlangsamt, um Verkehrspolitik zu betreiben, missbraucht das Straßenverkehrsrecht als politisches Instrument“, so die Position der Wählervereinigung.

Die praktischen Auswirkungen einer solchen Maßnahme träfen insbesondere:

  • Pendlerinnen und Pendler
  • Handwerksbetriebe und den Wirtschaftsverkehr
  • Anwohnerinnen und Anwohner durch zunehmenden Ausweichverkehr

Vor diesem Hintergrund bewertet BOB die Einrichtung einer sogenannten Umweltspur auf der Iburger Straße nicht als Fortschritt, sondern als verkehrspolitisch riskantes Vorhaben mit erheblichen rechtlichen Unsicherheiten.

Ein kostenintensiver Umbau der zweispurigen Iburger Straße zulasten von Anwohnern, Handwerksbetrieben und Rettungsdiensten wird von BOB weiterhin abgelehnt.

Die Initiative bekräftigt ihr Ziel, sich auch künftig für ausgewogene Verkehrslösungen einzusetzen, die die Interessen aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigen.

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