CDU übernimmt BOB-Vorschlag zur Iburger Straße – ohne eigene Ideen
Pressemitteilung
CDU übernimmt BOB-Vorschlag zur Iburger Straße – ohne eigene Ideen
Osnabrück, 9.4.2026
Mit Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass die CDU heute einen Vorschlag zur Radverkehrsführung auf der Iburger Straße präsentieren, der inhaltlich nahezu identisch mit einem bereits zuvor öffentlich vorgestellten Konzept ist.
Unser Ansatz, den Radverkehr über eine parallele, sichere und flüssige Route zu führen, wurde bereits klar formuliert – inklusive der Vorteile: Weniger Konflikte mit dem Autoverkehr, keine Ampeln, oft schnellere Verbindungen. Statt diese Vorarbeit anzuerkennen, wird sie nun politisch „umverpackt“ und als eigene Initiative präsentiert.
Dieses Vorgehen wirft grundlegende Fragen nach politischer Redlichkeit auf: Wer Ideen zunächst ignoriert und dann übernimmt, sollte wenigstens transparent auf die Urheberschaft hinweisen.
Die Debatte zeigt zudem ein strukturelles Problem im Radentscheid Osnabrück: Die Initiative hält weiterhin an der Iburger Straße als zentraler Radverkehrsachse fest – einer hochbelasteten Hauptstraße, auf der sichere Lösungen nur mit erheblichen Eingriffen möglich wären. Wir sprechen daher eine klare Absage aus, auch dem Vorschlag, die Straße nach dem Modelprojekt erneut auf Tempo 30 zu begrenzen.
Die parallele BOB-Route bietet bereits heute klare Vorteile: Weniger Konflikte, keine Ampeln, flüssigen Verkehr und eine erhebliche Zeitersparnis – kurz: eine realistische, sichere und effiziente Lösung, die in der aktuellen Diskussion zu wenig Beachtung findet.
Während praktikable Lösungen längst vorliegen, beschränken sich CDU und andere Parteien auf deren verspätete Übernahme ohne eigene konzeptionelle Leistung. Eine sachorientierte und lösungsorientierte Verkehrspolitik sieht anders aus.
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