Iburger Straße: BOB sieht Kritik bestätigt – Warnungen lagen seit Jahren auf dem Tisch
Presseerklärung
Bund Osnabrücker Bürger (BOB)
Iburger Straße: BOB sieht Kritik bestätigt – Warnungen lagen seit Jahren auf dem Tisch
Osnabrück, 10.3.2026
Die aktuelle Einschätzung der Stadtverwaltung, dass die geplanten Umweltspuren für Busse und Radfahrer auf der Iburger Straße rechtlich nicht umsetzbar sind, bestätigt nach Auffassung des Bundes Osnabrücker Bürger (BOB) die Kritik, die bereits seit Jahren an dieser Planung geäußert wurde.
Bereits 2016 hatte der Verkehrsplaner des BOB, Dipl.-Ing. Reimer Thiessen, darauf hingewiesen, dass eine ideologisch geprägte Verkehrspolitik, die den Autoverkehr systematisch zurückdrängt und einzelne Verkehrsarten a priori bevorzugt, in einer Stadt wie Osnabrück zu erheblichen Problemen führen kann.
„Die Leistungsfähigkeit wichtiger Hauptverkehrsachsen darf nicht leichtfertig reduziert werden“, hatte Thiessen bereits damals betont. Straßen wie die Iburger Straße übernehmen eine zentrale Funktion für Pendler, Handwerksbetriebe, Lieferverkehr sowie den Rettungsverkehr. Eine künstliche Verengung solcher Verkehrsachsen führt nach Einschätzung des BOB zwangsläufig zu mehr Staus, längeren Fahrzeiten und zusätzlicher Belastung für Anwohner.
Der Bund Osnabrücker Bürger lehnt daher eine Verkehrspolitik ab, die den Autoverkehr grundsätzlich unterordnet und den Radverkehr von vornherein bevorzugt. Ziel müsse vielmehr eine ausgewogene und pragmatische Verkehrsplanung sein, die alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.
Der BOB betont gleichzeitig, dass die Förderung des Radverkehrs sinnvoll ist – allerdings durch geeignete Maßnahmen wie separate und sichere Radverbindungen oder Fahrradschnellwege, anstatt durch die künstliche Verengung zentraler Verkehrsachsen.
„Verkehrspolitik muss sich an der Realität des städtischen Verkehrs orientieren und nicht an Symbolpolitik“, so der Bund Osnabrücker Bürger.
Die aktuelle Entwicklung rund um die Iburger Straße zeige deutlich, dass frühzeitige fachliche Hinweise stärker berücksichtigt werden sollten, um langwierige Planungsprozesse und politische Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Kontakt:
Bund Osnabrücker Bürger (BOB)
BOB: Geplante Sperrung der Iburgerstrasse durch Rot-Grün in Osnabrück